Strandshootings

Hauptsache, es macht Spaß. Shootings am Strand sind für die Hunde immer etwas Besonderes – okay, für die Besitzerinnen und Besitzer auch. Nach so vielen Hunden, die wir an den Stränden vor der Kamera hatten, können wir getrost sagen, alle sind voller Sand und oft auch nass. Für den menschlichen Part empfiehlt es sich durchaus, zumindest Strümpfe und Schuhe zum Wechseln mitzubringen.

 

Planen wir ein Strandshooting, so gibt es viel zu beachten:

Zuerst natürlich, welche Bilder gewünscht sind. Sollen es Aufnahmen im Wasser sein, sind die überhaupt möglich?  Denn ja, das gibt es, Hunde, die sich strikt weigern, eine Pfote ins Wasser zu setzen – all dass muss geklärt sein. Und auch hier gilt: Einen Grundgehorsam sollte der Hund mitbringen und ein Sitz beherrschen, ohne seinen eigenen Ideen nachgeben zu wollen.

 

Das Besondere an den Strandshootings ist, dass es viel mehr zu beachten gilt als bei Shootings z.B. im Wald. Die Tide spielt auch an der Ostsee eine Rolle, je nach location – idealerweise rennen die Hunde dort durch flaches Wasser, nur so ergeben sich die schönen Effekte mit den glitzernden Wassertropfen. Dies funktioniert nicht bei tieferem Wasser. Je nach gewünschtem Motiv spielt auch der Sonnenstand/die Uhrzeit eine Rolle. Während die Mittagssonne oft zu hell ist, zeichnet der Sonnenuntergang am Meer eben sehr schöne Farben. Es sind also einige Faktoren zu berücksichtigen.

Zuletzt bleibt noch die Jahreszeit zu beachten. In der Saison von April bis Oktober bleiben für Shootings nur die Hundestrände. Diese sind jedoch nicht für jeden Hund das Richtige. Zuviel Ablenkung und sehr viele Hunde. Auch wenn der Hund das gut verträgt, lassen sich kaum gute Motive einfangen. Doch es gibt Alternativen, etwas außerhalb der gut besuchten Strände. Man muss dazu etwas weiter fahren – mit anderen Worten: auch hier gilt, wie bei Shootings im Sonnenaufgang – raus aus der Komfortzone.

Hunde im Studio

Für viele Hundebesitzer ist es ein grosser Wunsch, seinen Hund, seine Hunde in einem Studio professionell fotografieren zu lassen. Doch was muss der Hund denn eigentlich können, wie sollte er sich verhalten? Das sind sehr wichtige Fragen, die unbedingt beantwortet werden müssen, ist die Situation im Studio doch so ganz anders als die gewohnte Umgebung und somit immer auch eine grosse Herausforderung für Hund und Mensch. Ein fremder Raum, Belichtung, fremde Menschen, Fotograf/in in direkter Nähe zum Hund, und dann noch dieser komische schwarze Kasten vor dem Gesicht der Person, die einen noch anstarrt? Das ist doch alles ein wenig viel auf einmal, denkt sich so mancher Hund…

Grundsätzlich steht der Hund immer im Mittelpunkt, und zwar nicht nur, wenn es um die Fotos geht. Uns ist es sehr wichtig, dass der Hund sich sicher fühlt, denn dann ist er auch gut ansprechbar, es sollte so wenig Ablenkung wie möglich existieren.

Vor einem geplanten Shooting sollte nach Möglichkeit immer ein Gespräch mit dem Hundebesitzer geführt werden, es geht um die Motivwünsche, keine Frage, doch vielmehr geht es um den Hund. Beherrscht er z.B. ein sicheres Sitz, Platz, auch im fremder Umgebung? Wie geht er mit fremden Menschen um? Lässt er sich schnell beeindrucken? Wie lässt er sich motivieren? All dieses Antworten sind wirklich wichtig, es kommt ja auch noch dazu, dass für viele Hundebesitzer/innen das Studio ebenfalls eine ungewohnte Umgebung ist.

Der Tag des Shooting ist da, es geht los.

Der Hund kommt in Begleitung seines Hundebesitzers in das Studio und bekommt so viel Zeit, wie er benötigt, sich zu orientieren. Der Aufbau im Studio ist gem. den vorbesprochenen Motiven fertig.

Ist ein wenig Ruhe eingekehrt, wird der Hund zu seiner Position gebracht. Sobald er diese sicher einnimmt, konzentriert ist, kann der/die Fotograf/in mit der Arbeit beginnen.
Man soll nicht unterschätzen, dass der Hund sich nur eine begrenzte Zeit konzentrieren kann und Pausen braucht – ist ja bei uns Menschen genauso, und wie bei uns Menschen ganz individuell. Ohne Druck, und ohne Stress, so soll das Shooting ablaufen. Wir legen allergrössten Wert darauf, dass der Hund immer freiwillig seine Position einnimmt, nicht irgendwo hingesetzt wird, keine körperliche Manipulation vor der Kamera erfährt, sondern aus sich heraus handelt – dann entstehen die schönen Bilder, die den Hund frei und in seiner Persönlichkeit zeigen.